Private Equity
Was sind Private Equity Fonds?
Da bei direkten Investments in Form von Private Equity oftmals relativ hohe Mindest-Kapitalsummen gefordert werden, die zum größten Teil im Bereich von mehreren Zehntausend Euro liegen, ist die Anzahl der möglichen Investoren im Privatkundenbereich sehr begrenzt.
Damit auch Privatanleger mit etwas geringerem Kapital in den Bereich Private Equity investieren können, gibt es seit einigen Jahren so genannte Private Equity Fonds.
Es handelt sich dabei um spezielle Investmentfonds, die das Kapital vieler Anleger sammeln und dann in verschiedene Unternehmen investieren.
Allerdings muss man als Anleger beachten, dass man auch diese Fonds nicht wie andere Investmentfonds ab einer Summe von 50 Euro erwerben kann, sondern bei den Private Equity Fonds sind in der Regel Mindestsummen ab 2.500 Euro aufwärts erforderlich, um an diesem Investment teilnehmen zu können.
Wie funktionieren die Private Equity Fonds?
Das Kapital der Anleger wird auch beim Private Equity Fonds wie bei anderen Fonds gesammelt, und die Fondsgesellschaft investiert dieses Kapital dann in verschiedene Unternehmen.
Oftmals handelt es sich bei den Private Equity Fonds auch um so genannte Dachfonds, was bedeutet, die Fonds investieren nicht direkt in Unternehmen,
sondern beteiligen sich an anderen Fonds.
Vom Ablauf her gestaltet sich die Anlage in diese speziellen Fonds, bei denen es sich übrigens um so geschlossenen Fonds handelt, so, dass der Kunde für den geforderten Mindestbetrag oder mehr die Fondsanteile erwirbt. Im Folgenden wird dann in der Regel jährlich eine bestimmte Rendite an den Anleger ausgeschüttet.
Die Fonds selber haben mitunter eine sehr lange Laufzeit von bis zu 30 Jahren.
Was sind die Vorteile der Private Equity Fonds?
Im Vergleich zum direkten Investment in Form des Private Equity haben die Private Equity Fonds in erster Linie zwei Vorteile:
Zum einen sind die vom Anleger zu zahlenden Mindestanlagesummen deutlich geringer als beim direkten Investment, sodass die Private Equity Fonds mehr Anleger ansprechen können. Der Hauptvorteil besteht sicherlich zu anderen darin,
dass es eine wesentlich größere Risikostreuung als bei direkten Investment gibt. Da die Private Equity Fonds nicht selten als Dachfonds organisiert sind, besteht sogar eine doppelte Risikostreuung.
Es wird hier nicht nur in verschiedene Unternehmen investiert, während der Anleger beim direkten Private Equity Investment zumeist nur ein oder sehr wenige Unternehmen auswählt,
sondern durch das Investment in andere Fonds wird zudem nochmals eine Risikoabsicherung erzielt.
Was sind die Nachteil von Private Equity Fonds?
Neben den Vorteilen im Vergleich zum direkten Private Equity haben die Private Equity Fonds allerdings auch Nachteile aufzuweisen. Auch wenn die Mindestanlagesummen nicht so hoch wie beim direkten Investment sind, liegen diese dennoch im Schnitt bei rund 10.000 Euro, was besonders für Kleinanleger eine große Summe darstellt.
Ferner sind die Fonds mit langen Laufzeiten ausgestattet,
und das Kapital des Anlegers ist sehr lange gebunden, da vorzeitige Verfügungen entweder gar nicht, oder erst nach vielen Jahren möglich sind. Nicht zuletzt haben die Fonds natürlich trotz Risikostreuung ein erhöhtes Anlagerisiko, denn das Investment in Form von Private Equity ist grundsätzlich immer mit einem hohen Risiko verbunden, da insbesondere in neue und junge Unternehmen investiert wird.